Out and about

Besuch bei den Maasais

Gruppenfoto mit Maasaais

Nach einer Woche Freiwilligenarbeit im Charity Children Center in Moshi ging es für 2 Tage in ein Maasaidorf, etwa 2 Stunden von Moshi entfernt. Auf diesen Besuch bei den Maasais habe ich mich schon sehr gefreut.

Inhaltsverzeichnis

Tag 1

Außer mir waren noch 2 Mädels mit von der Partie. World Unite organisierte diesen Transfer und auch alle nachfolgenden, was ich als sehr angenehm empfand und mir eine Menge Organisationsarbeit und Zeit ersparte. Ich fühlte mich sehr willkommen bei den Maasais. Wir wurden kurz im Dorf herumgeführt und bekamen dann typische Maasai Kleidung und Schmuck, die wir uns anzogen.

Sie inszenierten für uns Msungos, wie die Weißen genannt werden, auch ihren typisch rituellen Springtanz. Und wir sollten mitmachen. Für uns natürlich ein tolles Erlebnis.

Maasais

Dann offerierten sie uns ihren selbst gemachten Schmuck und hofften natürlich auf ein paar Zusatzeinnahmen, was mir nicht schwer fiel. Ein Picknick und ein paar Stunden später verließen die beiden anderen Mädels das Dorf und ich blieb allein zurück.

Ich durfte nun mit dem „Dorfoberhaupt“ auf dem einzigen Moped im Dorf, über Stock und Stein quer durch die Savanne zur nächstes Zivilisation fahren. Dort kauften wir Bananen und noch ein paar andere Lebensmittel. Mit einer großen Tüte bepackt, ging es wieder holprig zurück ins Dorf. Der Sack stand zwischen ihm und mir hinten auf dem Sitz. Und meine Aufgabe war es, sich mit einer Hand an ihm festzuhalten und mit der anderen den Einkaufssack. Was über einen Zeitraum von einer halben Stunde und trotz der langsamen Fahrt über Stock und Stein gar nicht soo einfach war.

Am Abend schlief ich dann allein in einer kleinen Hütte mit meinem Schlafsack auf einer Reisigunterlage. Ich bin zwar einiges gewöhnt, aber so hart hatte ich bisher noch nie geschlafen. Egal in welche Richtung ich mich auch drehte, ich hatte immer irgendwo ein Reisigstück, das sich in einen meiner Knochen bohrte. Aber das war mir egal, weil ich einfach nur froh war, im Dorf bleiben zu dürfen. Es gab auch eigens eine kleine WC-Hütte mit einem Wassereimer und Waschgelegenheit am Dorfrand, nur für die Msungos.

Schlaflager Maasais

Tag 2

Am nächsten Morgen wurde ich ausgiebig im Dorf herumgeführt und durfte einen Eindruck vom Leben erhalten. Ich half einer jungen Frau umringt von ihren Kids dabei Maiskolben abzurebeln. Ein paar Hütten weiter beim „Dorfoberhaupt“ las ich Reis aus und bekam warmen Ziegenmilchporridge zu trinken (gewöhnungsbedürftig).

Massai Frau mit Kindern

Dann wurde mir ein Baby in die Hände gedrückt und mir wurde ganz warm ums Herz. So ein kleines liebes Bündel.

Massai Baby

Die Frauen waren nämlich nun dran, Fleisch klein zu schneiden. Die eine hielt es, die andere schnitt Stück um Stück davon ab, das in einen Topf mit heißem Wasser landete.

Dann durfte ich nochmal mit dem „Häuptling“ und seiner kleinen Tochter auf dem Moped zum nächsten Dorf zum Medizinmann fahren. Da es keine Straßen gibt, fuhren wir wieder querfeldein durch die Pampa. Die Kleine diesmal zwischen uns. Sie war krank und wir holten Medizin vom Heiler. Die Menschen fanden mich sehr interessant und ich versuchte mich mit meinen paar Suahelivokabeln zu unterhalten, was sie sehr lustig fanden. Einige Zeit später ging es dann wieder zurück.

Leider war damit auch schon das Ende meines Aufenthalts bei den Maasais gekommen.

Dieses Erlebnis hatte meine Reise nach Tansania bereits zur Perfekten gemacht. Es war ein Hauptgrund für mich nach Tansania zu reisen, um einmal bei den Maasais Zeit verbringen zu dürfen. Und nun ging es auf zur Safari und auf zum hoffentlich zweiten Highlight. In der Hoffnung, dass wir Geparden sichten, meine absoluten Lieblingstiere. Und dass das auch Wirklichkeit wurde, konnte ich zu diesem Zeitpunkt nur erträumen.


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Mehr über Tansania? Hier alle Berichte im Überblick:

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